Exklusivinterview mit Johan Roijakkers Teil2

17.07.2015 Interview mit Johan 2

Der Artikel - jetzt auch hier auf der Veilchen-Power e.V. Internetseite zum Lesen. (Quelle: http://basketball.de/bbl/exklusivinterview-mit-johan-roijakkers-teil-2)

17.07.2015 || 11:00 Uhr von: ,
Johan Roijakkers BG Göttingen
"I do it my way ....." Für einen Coach seines Alters macht er bei der Erläuterung seiner Coaching-Methoden einen unglaublich abgeklärten, aber auch völlig lockeren Eindruck. Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, ...

„I do it my way …..“ Für einen Coach seines Alters macht er bei der Erläuterung seiner Coaching-Methoden einen unglaublich abgeklärten, aber auch völlig lockeren Eindruck. Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, warum er zum „Leitwolf“ Khalid El-Amin ein entspanntes Verhältnis hat. Der Coach hat den Gameplan und KEA kann ihn umsetzen. Und das, obwohl beim ganz jungen JR der einfachste Korbleger nicht in die Reuse wollte. Ach ja, wenn ihr in der südwestlichen Umgebung Göttingens unterwegs seid, achtet auf den Läufer mit dem Tablet vor der Nase…


Court Review: Wie bist du zum Basketball gekommen. Gab es da ein Schlüsselerlebnis? Als Michael Jordan seine Ringe gewonnen hat, warst du ein Teenager. Gab es in den Niederlanden Übertragungen?

Johan Roijakkers: Ja, die gab es. Aber es war auch viel mein Bruder. Ich bin mit ungefähr 10 Jahren in einen Basketballverein gegangen. Ich kann mich gut daran erinnern, dass jedes Mal wenn ich einen Layup gemacht habe, ich unter den Korb gekommen bin, ohne den Ball los zu bekommen. Meine Trainer konnten mir nicht erklären, wie ich das anders machen sollte. Da habe ich aufgehört und andere Sachen gemacht: Fußball, Tennis und Judo bis zum schwarzen Gürtel. Mit 16 habe ich dann wieder angefangen, Basketball zu spielen.

Dann ist der Layup gefallen…

Ja. Mein Bruder ist dann ans College gegangen. Ich wollte ihm folgen und bin wieder eingestiegen und nie mehr ausgestiegen.

Beim BC Prievidza hast du sogar die Trikots gewaschen. Du sagst über dich, dass du alles für den Erfolg tust. Das verlangst du auch von anderen.

Was mir an Göttingen gefällt ist, dass wir jeden Tag besser werden. Das ist für die Leute draußen nicht immer zu sehen. Dass wir jetzt ein Trainingszentrum bekommen, ist kein Thema der letzten drei Monate, daran wird schon seit Jahren gearbeitet. Wir machen jedes Mal einen kleinen Schritt. Die Apartments für die Spieler werden besser, sie bekommen größere Autos. Alles wird immer besser. Das gefällt mir sehr gut hier. Ich habe in sechs verschiedenen Ländern gearbeitet und ich weiß jetzt: das Gras ist nicht immer grüner auf der anderen Seite.

Trotz deines jungen Alters kannst du genauso gefährlich gucken wie Svetislav Pesic. Hast du diese Autorität einfach?

Ich denke nicht, dass man Autorität lernen kann, denn dann ist das ein Fake. Die anderen merken das schnell und dann hast du ein Problem. Die Spieler müssen dir abnehmen, was du ihnen verkaufst. Ich muss ihnen auf eine gute Weise meine Philosophie vermitteln. Wenn das gelingt, bekommst du Respekt.

Es gibt den Trainerspruch: „My way or highway!“ Du hast dich bisher hier noch nie in der Saison von einem Spieler getrennt.

Einen Spieler zu cutten, ist der einfache Weg. In meinen sieben Jahren mit Chris Finch haben wir eigentlich nie Spieler rausgeworfen oder getauscht. Wir haben immer versucht, Spieler besser zu machen. Du musst dich auf die guten Seiten eines Spielers konzentrieren. Jamal Boykin ist ein schlechter Verteidiger, aber ein unglaublicher Teamkamerad und ein super Dreierwerfer. Wenn ich mich auf die negativen Punkte fokussiere, schicke ich ihn nach Hause. Oder wir machen ihn besser! Das ist die Herausforderung.

Als ich Spieler war, wurde in meinem Team immer viel umgetauscht. Aber die Neuen sind nicht immer besser! Es gibt Gründe dafür, dass Spieler mitten in der Saison keinen Vertrag haben. Sie haben auch Schwächen, sonst hätten sie ja einen Vertrag. Man wird durch Umtauschen nicht immer besser. Es lohnt sich, mit Spielern zu arbeiten. Man muss auch Ruhe in der Mannschaft haben. Immer wieder neue Spieler – das geht nicht, da muss man immer wieder bei null anfangen.

Jüngst war zu lesen, dass du an deinem Kapitän Godbold besonders seine Widerworte schätzest. Unser humoristisches Highlight ist die Harper-Kamp-Situation in Braunschweig: „Er glaubt sehr viel über Basketball zu wissen, deswegen brauche ich ihn bei mir auf der Bank.“ Ihre Spieler dürfen offenbar Ecken und Kanten haben.

Ja bitte! Sonst wird es ja langweilig. Harper…ja, es war schön…nachher.

Weil wir gewonnen haben! Wenn wir verloren hätten, wäre sicher kritisiert worden, dass einer der Leistungsträger 35 Minuten gebencht wurde. Mutige Entscheidung.

Harper Kamp kommt von der Bank .....

Harper Kamp kommt von der Bank

Aber ich bin mir sicher, wenn ich das nicht gemacht hätte, hätten wir verloren. Er machte wirklich gar nichts von dem, was wir besprochen und als Gameplan festgelegt hatten. Nochmal: Ich will gut spielen! Wenn ein Spieler das nicht umsetzt, bringe ich einen anderen. Das gab es mit Morgan auch gegen Bayreuth. Da habe ich ihn auch gebencht, weil er den Gameplan nicht umgesetzt hat.

Würdest du Khalid El-Amin benchen, wenn er den Gameplan nicht umsetzt?

Diese Frage stellt sich nicht, weil das niemals passieren wird. Khalid will den Gameplan immer umsetzen. Er versteht, wie man gewinnt. Darum hat es zwischen uns so gut gepasst.

Die Spieler sagen, du seist gerecht. Namen und Verdienste zählten nichts. Jeder bekomme ein Problem, wenn er Sachen nicht umsetze, aber jeder bekomme auch immer wieder die Chance es besser zu machen.

Wenn ich merke, dass jemand meinen Weg mitgehen will, dann nehmen wir ihn mit und geben ihm wieder eine Chance.

Es ist nichts Persönliches. Es geht nur um das Spiel. Mit Jermaine Mallett kam es gar zu einer kleinen Handgreiflichkeit.

Genau. Sehr gut. Wenn ein Spieler mir helfen kann, dann spielt er. Es ist mir egal, ob er mich mal geschubst hat wie Mallett. Was die Leute nicht wissen: Ich habe Mallett auch geschubst, aber er hat sich nicht bewegt! Ich habe es versucht, aber ich konnte es nicht!

(An dieser Stelle ist für einige Zeit nur noch Gelächter auf der Aufnahme zu hören.)

Aber ich habe es ihm dann doch noch zurückgegeben. Hat auch keiner mitbekommen. Als wir in der ProA Champion waren, sind alle Spieler nach vorne gekommen und als Mallett dann an mir vorbei kam, habe ich ihn gestoßen und gesagt: Hey! Weißt du noch? Jetzt habe ich dich!

Harte Arbeit zahlt sich bei dir aus.

Ich denke darum können junge Spieler bei mir besser werden. Weil sie sehen, wenn sie es gut machen, bekommen sie eine Chance wie Andrew Onwuegbuzie. Das setzt die Profis unter Druck und die anderen jungen Spieler denken sich, wenn ich das wirklich mache und tue was der Coach will, habe ich auch eine Chance. Darum ist es gut, Godbold und Spohr im Team zu haben. Die wissen das und können den neuen Spielern erzählen: Hör zu! Just do it und du wirst spielen!

Du provozierst durchaus auch gerne deine Spieler in der Öffentlichkeit. So sagtest du über Dominik Spohr in der vorletzten Saison: „Er schießt Dreier, sonst tut er nix“. Wenig später spielte Spohr plötzlich fantastisch.

Ich mache viele Sachen aus einem Grund. Ich hoffe, dass er das liest und mir zeigen will, dass ich falsch liege. Dominik und ich haben uns am Anfang nicht verstanden. Da war keine Verbindung. Ich muss auch seinem Agenten ein Kompliment machen [Ingo Wolf, Anm. d. Red.]. Es gibt Agenten, die gegen den Coach gehen. Dominiks Agent hat versucht mich zu verstehen und hat das versucht für Dominik zu übersetzen. Er hat es dann verstanden. Es ist eine Verbindung zwischen uns entstanden.

Dominik Spohr geht bei uns in seine dritte Saison und er ist ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft geworden.

In vielen Spielen ist Dominik Spohr gestartet. Und es wird dir auch jeder Spieler sagen, dass Dominik das verdient hat, weil er der Spieler ist, der im Training am härtesten arbeitet. Das war am Anfang wirklich hart für Raymar Morgan, dass er immer hinter Dominik Spohr spielen musste. Irgendwann musste Raymar dann eine Entscheidung treffen. Wenn ich an ihm vorbei will, muss ich so hart spielen wie Dom das tut, ihn im Training killen und ihn die ganze Woche dominieren.

Die Spieler müssten dir dankbar sein…

Nein, sie machen es selbst. Vargas macht es selbst. Spohr macht es selbst. Ich kann es nicht tun. Die Spieler müssen es tun. Die Spieler verdienen die Anerkennung. Der Coach ist nur da.

Hat es selbst gemacht: Dominik Spohr

Hat es selbst gemacht: Dominik Spohr

Der Coach schafft den Rahmen, in dem die Spieler sich entfalten können, aber entfalten müssen sich die Spieler selber.

Ich muss auch zugeben, wenn ich Fehler gemacht habe. Mache ich viel. Wenn wir am Montag oder Dienstag Videositzung haben, sage ich z.B.: „Mann, Mann, Mann…ich habe Raymar Morgan viel zu lange spielen lassen. Dominik spielt so hart, wir müssen ihn mehr spielen lassen.“ Und dann passieren zwei Sachen: Morgan geht unheimlich hart trainieren, weil wir ihn wissen lassen, dass wir ihn nicht starten lassen wollen. Unsere Trainingswoche wird dann richtig gut. Zum zweiten merkt Dominik Spohr, dass ich seine Leistung anerkenne und das gibt ihm Energie und neuen Enthusiasmus.

Raffiniert. Wenn wir schon bei Tricks sind: Deine Aussagen vor dem Spiel klingen immer gleich: ‚Der Gegner hat einen tollen Coach, super Spieler, jeder Gegner hat den besten Deutschen der Liga und ist ein Playoffteam. Wir sind in jedem Spiel totaler Außenseiter. Eine Niederlage ist normal, ein Sieg eine Sensation.‘ Wer Erfolg hat, hat alles richtig gemacht, aber du weißt schon, dass sich viele über diesen Understatment-Extremismus amüsieren, uns eingeschlossen?

Ich hoffe, ihr könnt das richtig einordnen!

Stimmt es, dass du alle Pre-Game Kommentare bereits komplett vor der Saison geschrieben hast und dann nur noch Datum und Namen eingesetzt werden mussten? In den Internetforen wird gespottet.

Man macht Witze über mich? Wirklich? (lacht) Das macht mir Spaß. Also…in den Besprechungen mit meinen Spielern sage ich dasselbe. Manchmal provoziert das die Spieler und sie sagen: „Hey! Ich kann auch spielen! Was redet der Coach da?“ Godbold macht das immer. Aber viel wichtiger ist: Ich möchte meinem Gegner keinen Grund verschaffen zu sagen: Dieser Coach gibt uns keinen Respekt!

Khalid El-Amin hat den angeblich fehlenden Respekt der Gegner in den TV Interviews nach Spielen sehr häufig thematisiert. Ihr scheint daraus viel Motivation geschöpft zu haben. Am Ende haben die Spieler diese Underdog-Rolle mehr und mehr verlassen und die Playoffs als Ziel ausgegeben.

Das war okay. Die Spieler müssen das auch machen. Sie müssen diese Ambitionen haben. Wenn man das nicht hat, warum spielt man dann? Ich dämpfe. Das ist ein guter Mix.

Khalid El-Amin hat uns berichtet, dass er nach deiner ersten Einstimmung auf die BBL gedacht habe: Wie sollen wir in dieser starken Liga überhaupt ein einziges Spiel gewinnen, wenn die anderen Teams so stark sind, wie der Coach behauptet!

Ich finde, ich kann Sachen gut verkaufen, oder? (lacht)

JP beim Verkaufen ...

JR beim Verkaufen

Offensichtlich. Ist es denkbar, dass du in einer anderen Situation, wo Spieler eher ängstlich sind und kein Selbstvertrauen haben, deine Mannschaft stark redest?

Das kann passieren. Aber so lange Godbold da ist, eher nicht. Er kennt mich schon so lange. Er sagt dann der Mannschaft: „Es ist okay. Wir können sie schlagen!“ David ist sehr gut darin, zu übersetzen, was ich meine.

Das hat er uns auch gesagt. Dein Arbeitseifer ist legendär. Du sagtest einmal: „Ich lebe und esse Basketball“. Ein Privatleben hast du offensichtlich nicht.

(Denkt nach) So sehe ich das nicht. Es ist ein Lifestyle. Ich mag diesen Lifestyle. Für mich ist Basketball auch Privatleben. Ich bin glücklich damit. Ich mache Sachen, die ich mag.

Aber es gibt, wie in jedem Beruf, auch negative Momente, wo man einfach mal abschalten und den Kopf frei kriegen will, z.B. wenn Godbold wieder den ganzen Tag Widerworte gegeben hat. Herr Ruoff geht gerne fischen und hat seinen Hund. Herr Godbold liebt sein Sofa. Herr Kulawick hat eine süße Tochter, Boykin mal Bilder…

Ich mache Workouts, ich laufe. Wenn ich aber eine halbe Stunde laufe, verliere ich Zeit, also schaue ich mir dabei ein Basketballspiel an.

Du läufst mit einem Monitor vor der Nase?!

(JR bejaht die Frage und demonstriert es gleich mit seinem Tablet) Darum habe ich auch einen Internetvertrag mit 15 GB pro Monat. Größer geht leider nicht.

Wir geben auf. Es gibt im Moment keinen Platz für weitere Leidenschaften in deinem Leben.

Mein bester Freund hat zwei kleine Kinder. Abends spreche ich oft mit ihnen über Facetime. Sie lachen und sie sagen: „Wir vermissen dich Onkel Johan.“ Das sind schöne Momente, wo mir meine Probleme dumm und klein vorkommen. Eine 10-Punkte Niederlage ist da schnell vergessen.

Früher habe ich Zierfische gezüchtet. Ich hatte irgendwann 32 Fischbehälter in meiner Garage und 2000 Fische. Es geriet mir außer Kontrolle! Wenn ich jetzt in Göttingen in den Kaufpark gehe, besuche ich immer den Tierladen und schaue mir die Aquarien an. Ich mag Tiere, aber aus irgendeinem Grund habe ich gerade kein Haustier. In Holland muss man mit 15 ein Schulpraktikum machen und ich habe es in einem Aquarium gemacht. Ich habe da dann drei, vier Jahre samstags gearbeitet. So hat das angefangen. Es gibt da auch Wettbewerbe für das schönste Aquarium. Da bin ich einmal Jugendmeister geworden! Das war schön. Ich denke, wir müssen in der neuen Trainingshalle unbedingt ein Aquarium einbauen.

Der Leitspruch deiner defensiven Philosophie lautet „You have to pick your poison“. Ich kann meinem Gegner nicht alles wegnehmen. Du legst vor einem Spiel genau fest, was deine Spieler unterbinden sollen und was man dafür in Kauf nehmen muss. Konkretes Beispiel: Wir haben eigentlich immer versucht die Zone dicht zu machen und haben die Gefahr freier Dreier hingenommen.

Ich denke nicht, dass das immer das Gleiche war, auch wenn das für die Fans vielleicht so ausgesehen hat. In der Woche legen wir fest, was die Stärken des jeweiligen Gegners sind und wir machen das mit Stats. Ich mache meine eigenen Statistiken und an die glaube ich. So entstehen meine Keys für das Spiel.

Als Fan wird man verrückt, wenn ein McKinney einen Dreier nach dem anderen trifft, aber das Team strikt bei seinem Gameplan bleibt und das weiter zulässt.

Der Coach und sein Übersetzer

Der Coach und sein Übersetzer

Ich verstehe das. (Er tippt auf seinem Tablet herum und sucht eine Statistik raus) Braunschweig ist ein gutes Beispiel. Sie werfen nicht viele Dreier. Alle glauben, dass die Dreier von Simon big sind, aber sie sind es nicht. Ich respektiere ihn, aber die Dreier von Lockett und Abromaitis sind die, die wir verhindern müssen, wenn wir gewinnen wollen. Simon macht seine Dreier immer. Er macht sie, wenn sie gewinnen und er macht sie, wenn sie verlieren. Er macht keinen Unterschied! Bei ihren Siegen haben zusätzlich Lockett und Abromaitis getroffen. Wenn sie verlieren, haben die beiden meistens nicht gut getroffen. Ich fokussiere mich also auf Lockett und Abromaitis und lasse Simon werfen. Thats the poison I take. Ich weiß auch, dass dieser oder jener Spieler ein guter Dreipunktschütze ist, aber er lässt sie nicht das Spiel gewinnen. So ist das. Warum verteidigen wir Lockett so hart, er ist doch gar nicht so gut? Weil das der Unterschied ist zwischen Gewinnen und Verlieren! Wenn Lockett gegen uns anfängt Dreier zu treffen, weiß ich, dass wir verlieren werden.

Glauben die Spieler immer an deine Statistiken?

Meine Spieler waren zuerst kritisch. Beispiel Ludwigsburg, das letzte Spiel: Ich hatte ein Interview mit Stefan Koch. Ich sagte ihm, wir müssen sie unter 10 Assists halten. Aber in der ersten Hälfte hatten sie schon 8. Als ich das in der Halbzeit sah, wusste ich, dass wir verlieren. Ich habe das meinen Spielern natürlich nicht gesagt. So lange wir unseren Gameplan durchziehen, ist es egal, wenn wir zur Halbzeit etwas zurückliegen. Wenn wir unsere Goals erreichen, werden wir gewinnen. Wenn sie 16 Assists machen und wir gewinnen trotzdem, dann fragen sich die Spieler, was ihr Coach da redet. Aber wenn wir verlieren, denken meine Spieler darüber nach, dass es beim nächsten Mal besser sein könnte, das vorgegebene Ziel zu erreichen.

Statistiken lesen zu können, ist eine hohe Kunst.

Ich habe von Chris Finch gelernt, wie wichtig es ist, die Stats lesen zu können. Es heißt immer: Mach die Dreierlinie dicht! Aber welcher Art sind die Dreier, die sie nehmen, wenn sie gewinnen. Dann siehst du z.B. dass Artland all seine erfolgreichen Dreier aus dem schnellen Umschaltspiel heraus wirft. Du musst also wissen, welche Dreier dich killen. Wir müssen also die Transition-Dreier verhindern und nicht die Dreierlinie dichtmachen. Gib einige andere Dreier ab, aber komm schnell zurück. Pick your poison, aber kassier nicht die Dreier, über die wir im Gameplan gesprochen haben. Es ist meine Aufgabe in der Woche herauszufinden, was uns gewinnen lässt.