Interview mit Harper Kamp

16.11.2014 Bericht über Harper Kamp - BG Göttingen

Der Artikel - jetzt auch hier auf der Veilchen-Power e.V. Internetseite zum Lesen. (Quelle: http://courtreview.de)

Interview mit Harper Kamp

Harper Kamp

Wir sind am 29.Oktober, in der Woche nach der frustrierenden Heimniederlage gegen Bonn mit dem Spieler verabredet, an dem es nicht gelegen hat (18 Punkte, Eff. 17). Zur vereinbarten Zeit um 13 Uhr ist vor der Trainingshalle noch niemand zu sehen. Die Zeit vergeht. Wir schleichen uns in das Gebäude. Schuhe quietschen über das Parkett, Bälle springen. Überstunden. Irgendwann kommt Coach Roijakkers mit ernstem Blick heraus. Wir fürchten das Schlimmste! Zu unserer Erleichterung werden danach keine Verletzten herausgetragen. Arbeitsteilung: Das Leineorakel versucht Kamp aus der Dusche zu ziehen, der Major versucht im benachbarten Cafe zumindest einige Omas von ihren Stühlen zu vertreiben. Die Kollegen von der lokalen Zeitung sind schon da und haben einen Termin mit Jamal Boykin… und einen Platz. Die Omas sind hartnäckig. Die Lokalpresse zeigt Solidarität und rückt für uns ein Stück.  Danke. Dafür müssen wertvolle Informationen preisgegeben werden: Kamp und Boykin haben zusammen für California gespielt. 14 Uhr, Boykin kommt. Von Harper keine Spur. Rollatorfahrerinnen müssen schroff abgewiesen werden. Handyanruf. Das Orakel meldet: “Wir stehen noch gemeinsam unter der Dusche!” Irgendwann ist es dann so weit! Während Jamal Boykin längst zu Hause ist und die letzten Haarsträhnen eines weiteren Obama-Porträts malt, steht der MVP der vergangenen ProA Saison sauber, entspannt und fröhlich vor uns. Neues Wasser muss geordert werden, das alte ist längst verdunstet.


Court Review: Verletzungen sind in Göttingen leider ein großes Thema. In deiner College-Zeit musstest du selbst 2009/2010 mit einer Knieverletzung eine Saison aussetzen. Wie schwer ist es zurückzukommen? Gibst du deine Erfahrungen weiter oder muss jeder selbst seinen Weg finden?

Harper Kamp: Das ist sicher etwas, worüber wir uns unterhalten. Es muss aber jeder seinen eigenen Weg finden. Das Wichtigste ist, dass du jeden Tag hart arbeiten musst, um den ganzen Körper wiederherzustellen, nicht nur den Teil der verletzt ist. Das Schlimmste ist, dass du Geduld haben musst mit dir und deinem Körper! Manchmal hast du es nicht in der Hand, ob dein Körper heilt oder nicht. Es braucht einfach seine Zeit. Das ist hart für einen Spieler, für den der Wettbewerb ja alles ist. Nimm z.B. Alex (Ruoff) oder (Bahiense) de Mello, die in dieser Saison verletzt waren. Die wollen auf dem Spielfeld sein und ihrem Team helfen, aber sie müssen Geduld haben und auf den richtigen Zeitpunkt warten. Nicht, dass sie sich wieder verletzen und alles noch schlimmer machen. Also helfen wir uns gegenseitig mit Geduld. Wir müssen mal jemanden auffordern sich zurückzuhalten, manchmal jemanden antreiben.

Geduld ist für die Fans auch gut … manchmal.

Ihr müsst nicht geduldig sein. Ihr dürft alles verlangen.

Du hast mehrere Jahre mit Jamal Boykin bei California gespielt. Hattest du bei seiner Verpflichtung die Finger mit im Spiel?

 

Mit seiner Verpflichtung hatte ich nichts zu tun, aber ich wurde gefragt, bevor er unterschrieben hat. Ich habe eine Empfehlung für ihn abgegeben, denn ich bin von Jamal überzeugt, als Mensch und als Spieler. Ich glaube er ist einer, wie ihn sich Göttingen in seinem Team wünscht. Sie mögen hier gute Leute, freundliche Leute, die hart arbeiten, Basketball lieben und stets gewinnen wollen. Jamal ist definitiv so ein Spieler. Das weiss ich aus unserer gemeinsamen Zeit in Kalifornien.

Wie sind es generell mit den Kontakten aus? Gibt es noch mehr alte Bekannte aus College-Zeiten in Deutschland? Unternehmt ihr gar etwas zusammen?

Es ist schwierig etwas gemeinsam zu unternehmen, alle sind so beschäftigt. Ich habe einige Freunde in der Gegend, mit denen ich in der Highschool und im College gespielt habe oder auch als Profis. Zum Beispiel Mickey McConnell, der jetzt in Bonn spielt, der stammt aus Arizona, aus derselben Gegend wie ich. Wir haben an der Highschool ziemlich heftig gegeneinander gespielt, wir waren echte Rivalen. Einen Sommer lang haben wir auch mal zusammen in einem Team gespielt.

Du hast offensichtlich als MVP der ProA keine Umstellungsprobleme in der BBL. Deine Statistiken ähneln bis jetzt dem Vorjahr und du lieferst konstant hervorragende Leistungen ab. Wie machst du das oder ist der Unterschied gar nicht so groß?

Da gibt es definitiv einen großen Unterschied, das ist ein großer Schritt. Es gibt sicher ein paar sehr gute Spieler in der Pro A und das waren letztes Jahr richtig gute Gegner. Aber es ist ein durchgängig höheres Spielniveau in der BBL, hier sind die Gegner größer, hier bin ich also noch deutlich mehr undersized. Aber der größte Unterschied ist ein mentaler, nämlich zu erkennen, wie man im Spiel effektiv sein kann und welche Plays mein Team von mir braucht. Daran arbeite ich noch. Sicher, ich habe bis jetzt einige ganz gute Statistiken, das ist toll, aber wichtiger ist, dass wir Siege brauchen, vor allem zuhause. Wir sind noch dabei das als Team auszuprobieren. Ich versuche aus jedem Spiel etwas mitzunehmen und mir möglichst viele Spiele anzuschauen.

Hast Du mitbekommen, was Coach Roijakkers der Presse nach dem Berlin-Spiel gesagt hat?

Nein, habe ich nicht. Ich habe auch keine Lust das zu lesen. Ich weiss genau, was der Coach denkt und habe mir auch selbst über das Spiel Gedanken gemacht. Es war ein schlechtes Spiel von allen, auch von mir. Auf jeder Stufe muss man sich von sowas wieder erholen, man darf sich nicht lange damit aufhalten, man muss davon lernen.

München musste dafür zahlen!

Ja, kann man so sagen ….

Harper Kamp verteidigt Sven SchultzeDu hast auf der Centerposition mit deinen 2,03m einen schweren Stand. Deine Gegenspieler sind nicht nur größer, du bekommst es auch ständig mit frischen Gegnern zu tun, weil die meisten anderen Teams viel tiefer besetzt sind. Bonn setzt dir dann nach Mädrich einen Klimavicius vor die Nase. Du spielst oft 30 Minuten und mehr. Wie kommst du damit klar?

Ja, das ist schwierig über eine ganze Saison. Hoffentlich verbessert sich meine Kondition noch. Ich finde Mittel und Wege damit zu Recht zu kommen. Egal in welcher Verfassung man ist, es ist immer hart, so viele Minuten effektiv zu sein und der Gegner wechselt ständig frische Leute ein…

… und sie haben zehn Fouls zu geben und du nur fünf …

… genau, deswegen müssen wir daran arbeiten unsere Bank zu verstärken und weitermachen. Es muss uns gelingen frische Spieler einzuwechseln und nicht an Niveau einzubüßen oder sogar noch mehr Energie zu bringen. Daran arbeiten wir noch, auch mit Auswechselungen beständig zu spielen.

Als wir deine Statistiken auf der BBL-Webseite geprüft haben, stellten wir fest, dass es dort keinen Center Harper Kamp gibt, sondern nur einen Power Forward Harper Kamp.

Ich bin halt ein Power Forward, kein Center. Wir haben keinen richtigen Center. In unserem Team haben wir verschiedene Power Forwards. Das ist unser Stil, denke ich. Wir spielen open post offense und wir spielen gern schnell. Das kann unser Vorteil sein, wenn wir es gut spielen.

Hast du im Sommer an speziellen Dingen gearbeitet?

Ich habe nichts Bestimmtes geändert, ich habe ein wenig ausgespannt, um mich von der letzten Saison zu erholen, da habe ich doch eine Menge Minuten gespielt.

Wie geht es deinem Rücken?

Ja der Rücken, das geht vielleicht auch noch auf letztes Jahr zurück. Ich hatte keine spezielle Vorbereitung im Sommer. Ich habe einfach nur versucht dranzubleiben und mein Spiel so gut wie möglich zu verbessern. Ich möchte ein beständigerer Schütze werden.

Planst du mehr Dreipunktewürfe zu nehmen?

Ich möchte mich dabei immer verbessern. Wenn ich den Gegner zwingen kann mich schon an der Dreierlinie zu verteidigen, bin ich für mein Team effektiver, also sollte ich daran arbeiten. Ich darf schiessen, wenn er rein geht. Unser Gameplan erlaubt, dass man die offenen Schüsse nimmt. Ich muss noch besser herausfinden, was ein guter und was ein schlechter Schuss ist.

Boykin ist ein besserer Distanzwerfer, oder?

Er ist eigentlich kein typischer Shooter, aber im Moment trifft er sehr gut. Er hatte schon immer einen guten Sprungwurf. Sein Spiel aus der Mitteldistanz ist exzellent. Es sieht so aus, dass er viel Selbstvertrauen und sein Spiel erweitert hat, also soll er die Dreier nehmen.Harper Kamp dunkt gegen Bonn.

Du scheinst ein besonderes Verhältnis zu Alex Ruoff zu haben? Was hat es damit auf sich? Er hat auf die Frage nach dem besten ProA Spieler dich genannt und deine Dominanz und deinen Basketball IQ hervorgehoben. Du würdest die große Flügelposition mit den Fähigkeiten eines Guards spielen.

Das ist ein tolles Kompliment von Alex. Wir haben schon ein gutes Verhältnis auf dem Feld und auch darüber hinaus. Er ist ein sehr angenehmer Mitspieler. Wir spielen zusammen Pick & Roll. Er hat eine gute Toughness und tolle Fähigkeiten, einen starken Zug zum Korb und auch einen hohen Basketball IQ. Es macht viel Spaß mit ihm zu spielen. Er ist einer der größten Kämpfer, mit dem ich bisher gespielt habe.

Du gibst bisher im Schnitt 3,2 Assists pro Spiel. Manch ein Aufbauspieler in der BBL hat weniger. Hast du in deiner Jugend Point Guard gespielt?

Nein, ich habe diese Position nie gespielt, aber ich habe sie immer bewundert. Manchmal hätte ich wegen meiner Größe Point Guard sein können. Ich liebe diese Position wirklich. Allein weil mir die Länge fehlt, muss ich ständig sehen, dass ich meinen Basketball IQ verbessere und das Spiel besser verstehe um mehr effektive Minuten zu geben. Das Spiel zu verstehen macht mich auch stolz und ich habe mehr Spaß daran.

Wie kam es, dass wir den MVP der ProA in Göttingen halten konnten? Du hattest sicherlich besser dotierte Angebote von anderen Clubs. Man hört, dass auch private Gründe eine Rolle spielten….

Das Angebot war gut genug hier und ich mag die Stadt. Ich habe eine Menge Freunde hier und ich wusste, dass einige von den Jungs vom letzten Jahr zurückkommen würden. Das war ein wichtiger Punkt für mich, dass Leute dabei sind, die ich kenne und mit denen ich gut auf und abseits des Courts zurechtkomme. Ich gehöre nicht zu denen, die denken, einfach des Geldes wegen irgendwo hinzugehen ist die beste Entscheidung. Manch einer denkt, dass jeder Job irgendwie gut ist, aber das ist nicht immer der Fall. Für mich passt es hier. Ich denke, das war der richtige Schritt in meiner Karriere. Auch weil ich wusste, dass ich genug Spielzeit bekomme. Der Coach vertraut mir und das ist wichtig, um zu zeigen, was man kann. Ich bin dafür sehr dankbar. Und die Stadt mag ich auch.

Du kommst aus Mesa/ Arizona, einer Stadt mit einer halben Millionen Einwohnern, unweit von Phoenix. Viel Sonne, Wüste, Palmen. Wie ist das Leben dort?

Dort Aufzuwachsen ist eine tolle Sache. Ich liebe die Wüste! Die meiste Zeit des Jahres ist das Wetter großartig. Die Sommer sind brutal, es ist irre heiß, zu heiß! Ich hatte vergessen, wie heiß es sein kann, als ich im letzten Sommer da war. Im Juli und August kannst du tagsüber kaum rausgehen. Es ist brutal! Aber die restlichen 9 bis 10 Monate des Jahres ist es etwas über 20 Grad. Es ist dort das beste Wetter, das du finden kannst. Ich bin in einer guten Gegend aufgewachsen und hatte eine großartige Zeit an der Highschool. Ich konnte Basketball spielen und bekam eine gute Ausbildung.

Grand Canyon und Las Vegas sind 200 Meilen entfernt? Was ist mehr deins?

Ich würde sagen, ich bin ein Grand Canyon Typ. Aber um ehrlich zu sein, war ich noch nie dort. Ich war nur bis zum Ende meiner Highschoolzeit in Mesa und wir haben dort nicht viel Urlaub. Bei uns gibt es leider nicht so viel Ferien wie in Deutschland. Ich wünschte, ich hätte viel mehr Ferien und viel mehr Zeit. Manchmal wünsche ich mir, ich wäre hier in Deutschland aufgewachsen. Der Grand Canyon ist auf meiner to-do-Liste. Ich will es dann aber richtig machen und dort campen. Ich liebe es draussen zu sein.
In Vegas war ich unglücklicherweise viel zu oft! Ich bin kein Vegas-Typ. Als ich jünger war, habe ich dort oft an Wochenenden mit meiner Highschool an Basketballturnieren teilgenommen. Anfangs hatte ich da eine Menge Spaß, aber als es später als Erwachsener in die Casinos ging, habe ich dort zu viel Geld verloren. Ich mag Vegas überhaupt nicht mehr! Ich bin kein Gambler. Ich habe es ausprobiert und es war nichts für mich.

Wie ist für dich das Leben in Göttingen, Deutschland, Europa? Kennst du schon mehr als Basketballhallen und Autobahnen?

Ich habe hier in Deutschland einige schöne Städte gesehen. Zuletzt war ich in Kassel und habe den Herkules gesehen. Das war wunderbar und ein schöner Spaziergang. Ich bin in Würzburg gewesen, ich liebe es. Meine Freundin ist dort zur Schule gegangen, so dass ich sie dort einige Male besucht habe. Wunderschöne Stadt.

Nowitzki-Stadt….

Ja, ich habe das vor kurzem durch die Nowitzki Dokumentation gelernt. Ich hörte, dass er dort aufgewachsen ist. Ich liebe wirklich das Leben hier. Sobald letztes Jahr die ersten Monate gut gelaufen waren, war mein Gedanke, dass es gut wäre, wenn ich meine Karriere in Deutschland fortsetzen könnte. Aber in unserem Job weißt du nie, was das nächste Jahr bringt. Aber ich würde liebend gerne meine Karriere in Deutschland fortsetzen. Ich arbeite an meinem Deutsch und will die Sprache unbedingt lernen. Ich mag die Menschen hier und ihre Art und Weise zu leben.

Super, das wird unsere Überschrift!

Das Land ist stabil und hat eine großartige Wirtschaft. Man kann hier gut leben. Ich hoffe, dass meine Karriere hier weiterlaufen kann oder mich hier hin zurückbringt, wenn ich Deutschland einmal verlassen müsste. Ich würde es immer lieben zurückzukommen.

Denkst du noch über die NBA nach?

Ich arbeite ständig daran, mich zu verbessern und auf dem höchstmöglichen Level zu spielen. Ich schließe nichts aus. Wenn es Möglichkeiten gibt, werde ich sie wahrnehmen, egal ob NBA, Euroleague oder Eurochallenge. Ich will in meiner Karriere vorankommen. Aber in Deutschland bleiben ist auch nett.

Die Liga hier entwickelt sich gut.

Ja, das ist ein Plus, darüber denke ich nach und ich sehe das. Es sieht so aus, dass die Liga versucht stärker und stärker zu werden. Da gibt es viele positive Sachen, z.B. den neuen TV-Deal. Das ist immer ein gutes Zeichen dafür, dass sich die Dinge gut entwickeln und die Liga es gut macht.

Was ist mit den Fans in Göttingen?

(lacht) Sicher, die Fans in Göttingen sind unerreicht. Wir haben eine große Fanbase hier und es macht großen Spaß zu Hause zu spielen.

Du nennst als Lieblingsspieler „Sir“ Charles Barkley. Er hat von 92-96 in deiner direkten Nachbarschaft, in Phoenix gespielt. Da bist du leider zu spät geboren (1988) oder hast du ihn tatsächlich als kleines Kind noch live spielen sehen?

Ja, das stimmt, er war einer meiner Lieblingsspieler. Als ich angefangen habe in der Familie und mit meinem Vater Basketball zu schauen, da haben wir Charles Barkley gesehen. Das hat viel Spaß gemacht.

In der Halle oder im TV?

In dem Alter hab ich es nicht geschafft, zu den Spielen zu kommen. Das war zu weit. Ich hab ihn im Fernsehen gesehen.

Worin ist er dir Vorbild? Wir sehen durchaus Gemeinsamkeiten. Auch Charles war zu klein und hat sich nicht unterkriegen lassen. Er war extrem vielseitig, warf Dreier, agierte im Lowpost und war ein exzellenter Passgeber. Das kennen wir von dir auch. Du müsstest allerdings noch spektakulärer dunken und so richtig viele Sprüche kennen wir von dir auch noch nicht…

Ich bin sicher nicht der Richtige für große Sprüche. In dieser Hinsicht bin ich ein wenig zurückhaltender als er. Ich habe seine Energie auf dem Court geliebt, wie du gesagt hast, er gab niemals auf. Er war sehr hartnäckig! Das musst du sein, wenn du zu klein bist. Manchmal musst du ein wenig schlauer und immer ein wenig härter sein. Von Spielern wie Charles habe ich viel gelernt.
Tim DuncanIch liebe auch Tim Duncan. Der ist natürlich ein bißchen größer als ich, aber ich liebe seine Skills und seine Grundlagen. Das sieht bei ihm alles so leicht aus. Als ich jünger war, gefiel mir sein Hakenwurf. Es war wichtig zu sehen, welche Fähigkeiten auch auf der großen Position nötig sind. Deshalb habe ich seine Fähigkeiten immer bewundert, sie haben mich angetrieben meine zu verbessern. Ich habe ihn nie persönlich gesehen, aber auf dem Feld sieht er sehr konzentriert aus. Er zeigt nicht viele Emotionen, nur wenn es nötig ist. Es macht Spaß ihm zuzusehen.

Wie bewertest du euren Saisonstart? Wie könnt ihr es als Team schaffen, das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen? Wo müsst ihr euch verbessern, damit es mit dem ersten Heimsieg klappt?

Ich sagte ja schon, dass ich traurig bin, dass wir bisher noch keinen Heimsieg auf dem Konto haben. Der Support ist so toll und es macht Spaß zuhause zu spielen. Wir waren eigentlich nur einige erfolgreiche Ballbesitze, wenige gute Minuten von einem Erfolg entfernt. Beim Spiel gegen Trier hatten wir eine Siegchance und auch gegen Bonn hätten wir nur einige Fehler abstellen müssen. Das haben wir leider nicht geschafft. Um in der Liga zu bleiben, müssen wir einige Heimsiege erringen. Zuhause hat man immer eine Siegchance. Es spielt sich besser vor den eigenen Fans und mit ihrer Energie. Das ist wichtig.

Unsere letzte Frage. Wir stellten sie Robert Kulawick, wir stellen sie jedem: Wie ist es mit Khalid El-Amin zu spielen?

Oh, Khalid ist großartig, er ist so erfahren, ein kluger Spieler. Mit einem Point Guard, der so gut strukturierten Pick&Roll-Basketball spielen kann, war ich noch nie in einem Team. Er findet immer den richtigen Pass, es macht richtig Spaß mit ihm zu spielen. Und er ist positiv, lacht ständig und ermutigt die anderen. Ich hoffe, dass ich ihm übers Jahr ein paar Assists servieren kann ….